In diesem Beitrag möchte ich beschreiben, worauf es bei der Wahl deines Werkstattpartners ankommt und worauf du achten solltest.

Denn Arbeitsweisen von Werkstätten sind so unterschiedlich, dass es für den Laien kaum erkennbar ist, ob das Auto nun auch gut bei der Werkstatt aufgehoben ist oder nicht.

Tipp #1: Gehe zu einem Spezialisten

Gehe mit deinem Oldtimer zu einer Werkstatt oder einem Mechaniker, welcher sich auf deinen Oldtimer bzw. deine Marke oder deinen Hersteller spezialisiert hat. Denn solche Spezialisten sehen dein Auto mit ganz anderen Augen. Sie kennen die typischen Wehwehchen, wissen, wie man mit ihnen umgeht. Vor allem haben sie die Erfahrung, die du suchst.

Spezialisten wissen auch genau, wo und wie sie an seltene Ersatzteile herankommen. Sie wissen, welche Ersatzteile in Erstausrüster-Qualität sind, und können dir auch mit ihren Erfahrungswerten einen realistischen Kostenvoranschlag machen.

Tipp #2: Ehrlichkeit

Ehrlichkeit ist das A und O. Gerade wenn es um dein „Schätzchen“ geht, verstehst du keinen Spaß. Vertrauen setzt Ehrlichkeit voraus und diese ist in jeder Art von Beziehung, sei es geschäftlich oder privat, unverzichtbar.

Jede Lüge kommt irgendwann mal raus, auf die eine oder andere Art. Daher bringt es auch nichts zu lügen.

Wer seine Kunden anlügt, tut das meistens aus zwei Gründen:

  1. Er oder sie hat Angst, seinen Kunden zu verärgern, wenn etwas schief läuft, und befürchtet, es könnte Stress geben. Dabei ist der Stress viel schlimmer, wenn die Lüge ans Tageslicht kommt. In den meisten Fällen hat man einen Kunden verloren.
  2. Die Werkstatt hat ein schlechtes Gewissen, z.B. durch eine zu hohe Rechnungsstellung oder das Nicht-Befolgen von Kundenwünschen.

Früher oder später findest du heraus, ob deine Werkstatt ehrlich zu dir ist oder nicht – falls du dir nicht sicher sein solltest.

Tipp #3: Vertrauen

Mein Opa hat einmal zu mir gesagt: Arbeite nur mit Leuten, die du auch zu dir nach Hause einladen würdest. Und damit hatte er meistens Recht.

Die Menschen, die dir unsympathisch sind, vertraust du automatisch nicht. Warum solltest du ihnen also Geld bezahlen?

Darum ist der erste Eindruck wichtig. Aber am wichtigsten ist, dass man sich kennen lernt.

Hat man erst einmal die Hürde des Kennenlernens überwunden und die Sympathie passt auf beiden Seiten, baut sich schnell eine vertrauensvolle private oder geschäftliche Beziehung auf.

Vielleicht helfen dir die nachfolgenden Tipps, um zu erkennen, ob deine Werkstatt ehrlich oder vertrauenswürdig ist:

  • Der Auftrag ist detailliert formuliert und lässt wenig Platz für Spielräume, um evtl. später bei der Abrechnung keine bösen Überraschungen zu erleben.
  • Der Werkstattleiter kann auf jede Frage eine „plausible“ Antwort geben.
  • Du wirst nicht mit Ausreden hingehalten oder vertröstet.
  • Die meisten Mängel am Auto lassen sich hinterher mit Bildern belegen, wenn etwas defekt und getauscht worden ist. Ausgeschlagene Spurstangen oder Traggelenke kann man zwar nicht mit Bildern festhalten, aber eine gute Werkstatt hält die Teile immer für den Kunden zur Begutachtung zurück.
  •  Wenn du an deiner Werkstatt zweifelst, versuche in verschiedenen Zeitabständen eine Frage immer wieder anders zu formulieren. Kommt jedes Mal eine andere Aussage, solltest du es ansprechen.

Meistens kommt es aber auf deinen gesunden Menschenverstand an. Ein gesundes Misstrauen am Anfang, wenn man sich noch nicht so gut kennt, ist gut. Es sollte aber nicht von dir übertrieben werden. Wenn man sich sympathisch ist, baut man schnell ein Vertrauensverhältnis auf.

Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, würde ich mich freuen, wenn du ihn an deine Freunde und Bekannte weiter empfiehlst und auch bei den nächsten Beiträgen wieder dabei bist.

Beste Grüße
Sebastian Schwarz

P.S. Hast Du Fragen, Wünsche, Anregungen, Verbesserungsvorschläge, positive sowie negative Kritik: Schreibe mir eine Nachricht.